Lohnt sich die Investition in Gold?

Nach wie vor gilt Gold als krisensichere Währung und somit als eine der verlässlichsten Geldanlagen, die es auch im Jahr 2020 noch gibt. Wer in das Edelmetall investiert, kann auch heutzutage noch von vielen Vorteilen profitieren. Wir stellen vor, warum sich die Investition in Gold noch immer rentiert und worauf es bei dieser Form der Geldanlage zu achten gilt.

Die Investition in Gold – warum lohnt sich das Edelmetall als Wertanlage?

Bereits in der Antike verwendete man Gold als Zahlungsmittel – und genau wie heute galt es als eines der begehrtesten und wertvollsten Edelmetalle. Das hat sich auch bis in die Gegenwart nicht verändert. Insbesondere in finanziellen Krisenzeiten kommt es oft vor, dass Investoren ihr Geld von der Börse abziehen und sich stattdessen für eine Investition in Gold entscheiden. Das Edelmetall bietet einen Gegenwert in physischer Form und gilt somit gleichzeitig auch als gleichwertiges Zahlungsmittel.

Der klare Unterschied zu Geld ist allerdings, dass die auf unserer Erde verfügbare Menge an Gold begrenzt ist. Sind die Goldvorkommen erschöpft, lässt sich daraus kein neues Gold mehr gewinnen – deshalb ist es auch vor der Inflation geschützt. Sollte es dazu kommen, dass ein Staat bankrott geht, spielen Aktien und Bargeld kaum noch eine Rolle dort. Der Goldwert wird von solchen Ereignissen allerdings nicht beeinflusst.

Wie rentabel ist die Investition in Gold im Jahr 2020?

In den vergangenen Jahrzehnten ist der Goldpreis durchgehend gestiegen, obgleich er ständig marktabhängigen Schwankungen unterliegt. Relevant ist allerdings trotzdem der dauerhafte Anstieg. Dank seiner Wertstabilität setzen Anleger auch heute noch auf Gold als langfristige Investition, mit der sich das eigene Vermögen gut absichern lässt.

Wie beständig Gold in Krisenzeiten in den vergangenen Jahren war, hat sich auf der ganzen Welt an zahlreichen Beispielen bestätigt. Als die Wahlen in den USA stattfanden und es immer wahrscheinlicher wurde, dass Donald Trump der neue Präsident werden würde, brach Panik an der New Yorker Börse aus und die Märkte wurden zunehmend unsicherer. Der tatsächliche Effekt war dann, dass viele Aktienkurse stark einbrachen, während der Goldkurs stark anstieg. Auch während der Wahlkampfphase der Abstimmung über den Brexit stiegen die Goldkurse deutlich an, da die Bürger ihr Vermögen für den Fall eines EU-Austritts mit Gold absichern wollten.

Obgleich der Goldpreis aktuell sehr hoch ist und auch weiterhin in vielen Regionen auf der Welt Gold geschürft wird, ist die Wahrscheinlichkeit eines Einbruchs des Goldpreises relativ gering. Trotzdem kann natürlich niemand zu 100 % vorhersagen, ob diese Prognosen sich dauerhaft halten werden – denn natürlich ist auch der Handel mit Gold immer mit einem gewissen Risiko verbunden.

Welche Vorteile bringt Gold als Investition mit sich?

Wie bereits erwähnt ist Gold nach wie vor hoch im Kurs, wenn es um eine langfristige und beständige Geldanlage geht. Denn die Stabilität, nach der die meisten Anleger suchen, kann kaum ein anderes materielles Produkt bieten. Auch wenn der Goldpreis immer wieder geringfügig schwankt, hat sich die Kaufkraft von Gold in den vergangenen Jahrzehnten kaum verändert. Bereits die alten Römer konnten mit Gold für prachtvolle Kleidung und andere hochwertige Güter bezahlen – und auch heute hat sich das noch nicht verändert. Der Grund dafür ist, dass Gold einen sogenannten intrinsischen Wert aufweist, was bei Währungen nicht der Fall ist. Der Nennwert des Goldes entspricht somit dem Wert des Materials – anders als bei Banknoten.

Weiterhin ist es auch für Laien nicht sonderlich schwer, die Entwicklung des Goldpreises mitzuverfolgen. Wer dagegen einen Manager damit beauftragt, einen Aktienfonds für einen zusammenzustellen, kann dies oft schnell unübersichtlich werden. Genau diese Unkompliziertheit macht Gold als Investitionsmöglichkeit so beliebt – dies gilt vor allem für Anleger, die sich für physisches Gold in Form von Barren entscheiden. Diese können sie beispielsweise bei sich zu Hause oder auch bei einer Bank einschließen und haben ihr Vermögen somit langfristig gesichert.

Worauf gilt es beim Kauf von Gold zu achten?

Wer sich dazu entscheidet, in Gold zu investieren, weiß häufig nicht, worauf er beim Kauf eigentlich achten sollte. Grundsätzlich spielt beim Goldkauf die Reinheit des Edelmetalls eine entscheidende Rolle. Die reinste Form von Gold weist einen Reinheitsgrad von 1.000/1.000 auf – dies entspricht 24 Karat. Jedoch ist die Produktion von komplett reinem Gold relativ kompliziert, so dass das Edelmetall auch mit einem Feingehalt von 999/1.000 noch als „rein“ bezeichnet werden kann.

Kauft man physisches Gold in Form von Barren an, sollte unbedingt darauf Wert gelegt werden, dass dieser zertifiziert ist. Die Zertifizierung wird von der London Bullion Assiciation, abgekürzt LMBA, vorgenommen. Beim Kauf von Gold ist es unumgänglich, sich auf den Hersteller zu verlassen und darauf zu vertrauen, dass das Gold wirklich die Reinheit aufweist, für die man auch bezahlt hat. Das Risiko ist bei zertifizierten Herstellern sehr gering, da diese äußerst hohe Standards einhalten und das Edelmetall sehr exakt verarbeiten. Diese Qualität wirkt sich natürlich auch auf einen möglichen Wiederverkauf sehr positiv aus. Tatsächlich lässt sich anhand der Abmessungen oder der Form von Goldbarren kaum feststellen, ob es sich um Gold mit dem tatsächlich gewünschten Wert oder um minderwertiges Material handelt. Einer Norm unterliegen nämlich nur Goldbarren, die ein Gewicht von mindestens einem Kilogramm aufweisen.

Beim Verkauf wird für Goldmünzen normalerweise nur ihr Materialwert bezahlt. Die Verkaufschancen sind für international bekannte Anlagemünzen recht gut, wie beispielsweise für die Gold Maple Leaf oder auch für die Krügerrand-Goldmünze. Ist ihr Zustand tadellos, gibt es noch dazu sogar die Möglichkeit, dass man das Gold an einen Sammler verkaufen kann, der einen besonders hohen Preis dafür bezahlt.

Wichtige Tipps für den Verkauf von Gold

Grundsätzlich kann Gold wieder so verkauft werden, wie man es zuvor erworben hat – man kann sich also an einen Goldhändler wenden oder sich im Internet umsehen. Ein Verkauf an Privathändler sollte jedoch nur im Ausnahmefall erfolgen, da es hier ein größeres Risiko gibt, ein schlechtes Geschäft zu machen oder sogar Opfer eines Raubs zu werden.

Der erste Ansprechpartner sollte also im besten Fall ein seriöser Fachhändler für Edelmetalle sein. Besitzt man eine limitierte, tadellos erhaltene Goldmünze, kann man sogar darauf hoffen, mehr als den puren Goldwert zu erhalten. Weiterhin gibt es die Möglichkeit, das Gold auch an eine Scheideanstalt zu verkaufen. Hierbei erhält man – ganz egal, welche Form das Gold auch aufweist – den puren Goldwert ausbezahlt.

Zum Verkaufen von Goldschmuck sind Juweliere am besten geeignet. Sie berücksichtigen nämlich nicht nur den reinen Materialwert des Edelmetalls, sondern auch dessen Zustand und seine Verarbeitung. Möchte man Schmuck oder Münzen bei einem Händler verkaufen, ist es anzuraten, sich unbedingt verschiedene Angebote einzuholen, um einen Überblick über das Preisniveau zu erhalten. Ansonsten besteht die Gefahr, dass man das Gold zu preiswert verkauft.

Fazit: Die Investition in Gold lohnt sich noch immer

Anders als Akiten oder Wertpapiere ist Gold eine Anlageform, die mit einer enormen Beständigkeit überzeugt und daher vielen Anlegern ein hohes Maß an Sicherheit bietet. Dennoch sollte trotz stetig steigender Goldwerte nicht vergessen werden, dass jede Anlageform ein gewisses Risiko mit sich bringt und man daher nicht leichtfertig mit seinem Vermögen umgehen darf. Es ist unbedingt anzuraten, sich im Vorfeld bei einem Experten zu informieren oder sich zumindest eingehend mit dem Thema Geldanlage zu befassen, um richtig zu handeln. Dann kann man sich auch sicher sein, dass sein hart verdientes Geld auch wirklich in sicheren Händen ist.

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