Day Trading mit CFDs

Unter der Disziplin des Day Tradings versteht man das normale CFD Trading mit dem Unterschied, dass man die Position der CFDs meist nicht länger als einen Tag hält. Day Trader tendieren dazu mehrere Trades in einer Trading-Session durchzuführen und sich dabei auf die eher agilen und dynamischen Märkte zu konzentrieren.

Contracts For Difference (CFDs) haben sich zum beliebtesten Werkzeug für kurzzeitige Spekulationen entwickelt. Das liegt daran, dass man mit CFDs von geringen und kurzfristigen Kursschwankungen, ob steigend oder fallend, als Trader profitieren kann. Diese sogenannten „Short-Term“-Trader tendieren zu technischen Analysen, um rentable Trading-Chancen auszumachen. Wenn man von einem Day Trading Broker hört, dann handelt es sich also normalerweise um einen CFD Anbieter.

Day Trading mit CFDs – Tradingaufwand

Viel diskutiert wird darüber, ob es einen optimalen Zeitrahmen für profitable CFD Trades gibt und wenn ja, welcher das ist? Manche Trader behaupten, dass der einzig sinnvolle und profitable Weg als Trader, der professionelle Weg ist, man also ganze Tage am Computer verbringen solle, um profitable Tradingmöglichkeiten ausfindig zu machen. Andere Spekulanten nehmen sich abends vielleicht fünf Minuten am PC, um ihr Trading-Portfolio zu überarbeiten, andere kaufen lediglich einmal CFDs und vergessen dann ihre Investition, andere überprüfen ihre CFDs nur einmal in der Woche, usw.




Letztgenannte Angewohnheiten sind aber für den CFD Handel ein völlig falscher Ansatz. So ist diese Art des Tradings eben auch nicht für jedermann geeignet. Leute, die einem Vollzeitjob nachgehen, können untertags keine Kursschwankungen beobachten, deshalb sei Menschen, die nicht regelmäßig ihre Trades verfolgen können, geraten, doch lieber ihr Geld auf ein Sparbuch zu legen, als es durch CFDs aus dem Fenster zu werfen. Der Handel mit Differenzkontrakten (Deutsch für „CFD“) beinhaltet, dass man in der Lage ist zumindest ein- bis zweimal am Tag seine CFDs zu überprüfen und zu überarbeiten.

Trading ist ein diszipliniertes Abenteuer

Wie kann man Day Trading am besten beschreiben? Einige behaupten es wäre wie mit Haien zu schwimmen und zu wissen, dass man jeden Moment zerfleischt werden könnte. Andere vergleichen es mit einer Schifffahrt auf stürmischer See, während man darauf wartet zu kentern. Ich persönlich vergleiche es gerne mit einem Spaziergang in einem Märchen in dem man hofft, dass bald der Zauberer mit einem Sack voll Gold erscheint.

Man sollte sich aber bewusst sein, dass es besser ist nach und nach kleine Gewinne zu erwirtschaften, als auf den großen Gewinn zu warten und dabei tendenziell eher zu verlieren. Für die Natur des Daytradings benutzt man den englischen Begriff „Scalping“, der so viel bedeutet wie kleine Gewinne, in kurzer Zeit zu machen, die sich mit der Zeit summieren. Das setzt kleine kontinuierliche Profite, von minuten- bis stundenwährenden Trades voraus.

Risikomanagement

Die Eingabetechniken sind in den meisten Fällen, je nach Broker-Plattform, selbsterklärend und unbedingt im Vorhinein zu kennen. Positionen, welche sich nicht wie erwartet verhalten, sollten möglichst schnell beendet werden. Ich empfehle einen „Stop-Loss“ Befehl direkt nach dem Kauf, den man mit steigendem Kurs erhöht (Trailing-Stop) und immer möglichst gering unterhalb des gestiegenen Kurses behält. Möglichst geringe Verluste und tendenziell, wenn möglich, Profite sind essentiell für den auf längere Sicht entstehenden Gewinn, welcher durch große Verluste eben nicht zu erreichen ist. Ein wachsames Auge für Kursschwankungen ist von Vorteil.

Maximales Risiko

Beim Day Trading bzw. dem Handel mit CFDs war das große Schreckgespenst immer die sogenannte Nachschusspflicht. Diese hatte zur Folge, dass man auch Geld über das Guthaben auf seinem Trading-Konto hinaus verlieren konnte. Glücklicherweise ist das mit August 2017 auch in Deutschland nicht mehr möglich, weil die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) diese Nachschusspflicht im Rahmen des CFD Tradings (für Privatanleger) verboten hat.

Dennoch sind CFDs auch weiterhin ein sehr risikoreiches Finanzinstrument, weil natürlich jederzeit der Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich ist. Darüber sollte man sich als Trader immer bewusst sein!



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