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smava sucht neuen Slogan
Denny, abgelegt unter
Aktuelles, Allgemein
Die Internetplattform www.smava.de (Kredite von Mensch zu Mensch) sucht bis zum 30. November einen neuen Slogan.
Unser Vorschlag für smava:
Die Community für Anleger und Kreditnehmer
Schlagwörter:finanzierung, geldanlage
Forward-Darlehen – Eine Chance mit Risiko
René, abgelegt unter
Allgemein Zinssicherungen werden immer beliebter. Aufgrund der aktuell günstigen Zinssituation und der ungewissen wirtschaftlichen Zukunft suchen immer mehr Leute nach Möglichkeiten, sich Zinsen für Ihre Finanzierung zu sichern.
Eine mögliche Variante zur Zinssicherung im Rahmen einer Baufinanzierung ist das Forward-Darlehen, welches für eine Umschuldung oder eine Anschlussfinanzierung nach Ablauf eines bestehenden Darlehens genutzt werden kann. Die Besonderheit des Forward-Darlehens besteht darin, dass der Kreditnehmer sich schon mit Abschluss des Darlehens einen Zinssatz sichern kann, auch wenn die Inanspruchnahme des Darlehens erst Monate oder wenige Jahre in der Zukunft liegt. Die Zinssicherheit für die Zukunft muss der Kreditnehmer allerdings in der Form „bezahlen”, dass ein Zinsaufschlag berechnet wird. Der Zinssatz des Forward-Darlehens liegt dann also in der Regel aufgrund des Aufschlages rund 0,5 bis 0,7 Prozent über dem aktuell gültigen Hypothekenzins.
Nicht ganz ohne Risiko
Auf der einen Seite hat man durch den Abschluss des Forward-Darlehens also die Chance, sich einen günstigen Zinssatz für die Zukunft zu sichern. Es besteht auf der anderen Seite aber auch das Risiko, dass man sich im Endeffekt zu teure Zinsen sichert, die unter Umständen deutlich über dem zukünftig aktuelle Hypothekenzinssatz liegen können.
Um durch das Forward-Darlehen einen “Gewinn” zu erzielen, sollten die Zinsen bis zur Fälligkeit der bisherigen Festzinsvereinbarung mindestens in dem Maße steigen, dass der Anstieg über dem zu zahlenden Zinsaufschlag für das Forward-Darlehen von rund 0,6 Prozent liegt. Denn nur in diesem Falll kann man die Chancen des Forward-Darlehens auch nutzen. Anders sieht es aus, wenn sich die Zinsen zukünftig gegenteilig entwickeln, also fallen oder nur sehr gering steigen. Dann wird das Risiko des Forward-Darlehens deutlich, nämlich dass die Marktzinsen nicht wie angenommen steigen, und das Forward-Darlehen somit für den Kreditnehmer teurer ist, als wenn man erst bei Fälligkeit der jetzigen Festzinsvereinbarung eine neue Vereinbarung zum dann aktuellen Zinssatz treffen würde.
Die aktuelle Situation
Die immer wieder aktuelle Frage, die sich beim Forward-Darlehen stellt ist also, ob die Hypothekenzinsen zukünftig fallen oder steigen werden. Die aktuelle Zinssituation stellt sich so dar, dass die Hypothekenzinsen derzeit auf einem fast historischen Tiefpunkt angelangt sind und seit nunmehr über 15 Jahren fast stetig gefallen sind. Betrug der durchschnittliche Baugeld-Zinssatz Anfang der 90er Jahre noch rund 10 Prozent, so liegt der derzeitige Zinssatz (Stand Januar 2009) bei nur noch rund 4 bis 4,5 Prozent (je nach Festschreibedauer). Nach Meinung vieler Experten werden die Hypothekenzinsen innerhalb der nächsten 1-2 Jahre ansteigen, sodass es sicherlich eine Überlegung wert ist, sich für ein Forward-Darlehen zu entscheiden. Dabei sollte man allerdings unterscheiden, ob die aktuelle Zinsvereinbarung nur noch wenige Monate oder wenige Jahre läuft, denn kurzfristig ist eher nicht von steigenden Zinsen auszugehen.
Gastbeitrag von Oliver Gieseck, Channel Plus Ltd.
Schlagwörter:finanzierung
Studienkredite vergleichen
Denny, abgelegt unter
Allgemein Nach einem hoffentlich langen und schönen Sommer beginnt für viele junge Menschen das Studium. Dabei stellt sich natürlich die Frage nach der Finanzierung. Die Kosten für Wohnung, Essen und Studiengebühren summieren sich – und das Semester für Semester – so dass für viele Eltern eine vollständige Unterstützung nicht möglich ist. Reicht dann das Bafög nicht oder wird sogar überhaupt nicht bewilligt, wird der Nebenjob zur wichtigsten Geldquelle. Viele Banken und Sparkassen erkennen diese Zielgruppe und bewerben sie mit Studienkrediten, welche immer mehr an Bedeutung gewinnen.
Eine detaillierte Übersicht über Studienkredite bietet die Webseite studilux. Eine genaue Überprüfung der Finanzierer ist zu empfehlen, da durch verlockende Angebote in der Not oft voreilige Entscheidungen getroffen werden.
Schlagwörter:finanzierung, Kredite
Selbst der Tod ist nicht umsonst
Denny, abgelegt unter
Altersvorsorge Seit dem 01.01.2004 zahlen die gesetzlichen Krankenkassen kein Sterbegeld mehr, dieses wurde aus dem Leistungskatalog gestrichen. Bestattungskosten können im vier- bis fünfstelligen Bereich liegen, deswegen scheint es unter Umständen interessant eine so genannte Sterbegeldversicherung abzuschließen.
Eine Sterbegeldversicherung ist oft überteuert und unnötig. Viele Versicherte zahlen im Laufe der Jahre mehr ein, als später ausgezahlt wird. Das Geld sollte daher besser bei der Bank angelegt werden, da es dort in vielen Fällen höher verzinst wird. Die Verwendung des angelegten Geldes für die eigene Beerdigung lässt sich auch testamentarisch festlegen.
Versicherungsberatern dient eine derartige Versicherung oft als „Türöffner”. Sie appelieren an den potentiellen Kunden, finanziell für seine Angehörigen und Hinterbliebenen vorzusorgen – natürlich mit vielen “guten” Produkten aus ihrem Portfolio.
Schlagwörter:finanzierung
Berechnung von Leasingraten
Denny, abgelegt unter
Allgemein Leasing ist ein modernes Finanzierungsmittel, abgestimmt auf die Bedürfnisse des Leasingnehmers. Es erlaubt dem Leasingnehmer Investitionen ohne Liquiditätsbelastung. In einem Artikel vom September wurde schon ausführlicher auf das Thema eingegangen.
Im Folgenden sind nun einige hilfreiche Links für die Berechnung von Leasingraten aufgelistet:
http://www.zinsen-berechnen.de/leasingrechner.php
http://www.voleasing.de/…/leasingrechner_leasingrate_berechnen_online.html
http://www.n-heydorn.de/leasingrechner.html
Schlagwörter:finanzierung, linktipp
Leasing Erklärt
Denny, abgelegt unter
Allgemein Leasing beschreibt eine Finanzierungsform, bei der jemand zum Beispiel ein Auto einem anderen zur Nutzung überlässt und sich diese Nutzung bezahlen lässt. Der Leasinggeber, welcher dem Leasingnehmer das Auto zur Nutzung hergibt, bekommt von diesem regelmäßige Zahlungen, so genannte Leasingraten. Bekannt als deutsche Bezeichnung für das Leasing ist der Begriff “Mietkauf”.
Besonders verbreitet ist Leasing bei Fahrzeugen, aber auch alle anderen beweglichen Güter; auch Immobilien können aber in Frage kommen. Das Leasinggut bleibt, über die vereinbarte Laufzeit der Nutzung, Eigentum des Leasinggebers. Es besteht oft die Möglichkeit, dieses Gut zum Ende der Laufzeit vom Leasinggeber zum Restwert käuflich zu erwerben. Vorteile durch das Leasing entstehen beim Leasingnehmer durch die Schonung seiner Liquidität, da die Zahlung des Kaufpreises entfällt. Die Leasingraten sind hierbei für die Nutzung des Leasingguts zu entrichten. Steuerliche Vorteile können im gewerblichen Bereich für die Entscheidung des Leasings sprechen. Die Leasingraten sind über die gesamte Laufzeit zu zahlen, an deren vereinbarte Dauer der Leasingnehmer in der Regel gebunden ist. Unabhängig davon, ob das Leasinggut genutzt wird oder nicht.
Weitere Vor- und Nachteile, die je nach der jeweiligen persönlichen Situation ins Gewicht fallen, sollten deshalb vor der Entscheidung, möglichst in einer Beratung mit ausführlicher Berechnung, gut abgewogen werden.
Schlagwörter:finanzierung, grundlagen
Ohne Startkapital ins Eigenheim
Denny, abgelegt unter
Allgemein In der Werbung einiger Anbieter wird der Bau oder Kauf von Immobilien ohne Startkapital angepriesen. Normalerweise werden bei Baufinanzierungen 20-30% Eigenkapital vorausgesetzt, doch können Immobilien auch ohne jegliche Ersparnisse erworben werden, da eine wachsende Zahl von Anbietern Kredite über den vollen Immobilienpreis gewähren.
Die Notargebühren und Grunderwerbssteuern sind gelegentlich in den Vollfinanzierungsangeboten enthalten. Die Zinsen einer Vollfinanzierung können mitunter 0,2 bis 0,4 Prozentpunkte mehr betragen als bei einem Hypothekendarlehen von 80% des Kaufpreises. Die höheren Zinsen und der zusätzliche Kreditbedarf haben jedoch erhebliche Auswirkungen auf die monatliche Belastung:
Bei einer Immobilie mit einem Kaufpreis von 200.000 € würde eine Vollfinanzierung mit 5% Zinsen und 2% Anfangstilgung bspw. eine monatliche Rate von EUR 1.167 bedeuten. Eine Standardfinanzierung mit 20% Eigenkapital und einem Zinssatz von 4,7% würde eine vergleichsweise niedrige Rate von EUR 893 ergeben. Falls bei einer Vollfinanzierung auch für die Nebenkosten ein Kredit aufgenommen werden müsste, wird das Ganze noch teurer.
Doch nicht nur zusätzliche Kosten sondern auch zusätzliche Risiken sollten bei einer Vollfinanzierung bedacht werden. Treten in den Jahren nach dem Immobilienerwerb oder Bau Gründe auf, weswegen das Haus wieder verkauft werden soll bzw. muss, kann der vollständige Investitionsbetrag nur in seltenen Fällen zurück erworben werden. Egal, ob ein berufsbedingter Standortwechsel, Arbeitslosigkeit oder eine Scheidung der Grund sind – möglicher Weise bringt der Verkauf des Eigenheims (oder gar eine Zwangsvollstreckung) nicht genug Geld für die Rückzahlung des Kredits ein. Dann bleibt vom Traum vom Eigenheim nur noch ein Haufen Schulden übrig.
Schlagwörter:finanzierung
Forward-Darlehen: Keine sichere Sache
René, abgelegt unter
Allgemein Die meisten Eigenheime werden heute, wenigstens zum Teil, durch Kredite finanziert. Allerding weißt ein solcher Kredit immer nur eine bestimmte Laufzeit, beispielsweise von 10 oder 15 Jahren auf. Während dieser Zeit ist auch die Höhe der Kreditzinsen festgeschrieben. Läuft ein Darlehen nun in den nächsten Jahren aus, so hat der Eigentümer – um möglicherweise steigenden Zinsen vorzubeugen – die Möglichkeit, sich eine Anschlussfinanzierung zu den heute aktuellen Konditionen zu sichern: Durch ein Forward-Darlehen. Der Kreditnehmer unterschreibt einen Kreditvertrag, ruft das Geld aber erst in einigen Jahren ab.
Hier lauern jedoch einige Fallen für den Kreditnehmer. Zunächst: Der Vertrag ist für ihn bindend. Sollte das Zinsniveau also unvorhergesehener Weise doch sinken, so verteuert sich seine Finanzierung unnötig. Weiterhin behalten sich etliche Banken die Möglichkeit des Ausstiegs vor. Kurz vor Fälligkeit des Geldes überprüfen sie noch einmal die Bonität des Kunden. Hat sich diese verschlechtert ist die Bank berechtigt, den Kreditvertrag zu kündigen – und der Kunde steht plötzlich ohne Finanzierung da. Acht Institute haben bestätigt, dass dieses Vorgehen ihren Modalitäten entspricht: Allianz, DG Hyp, Gladbacher Bank, HypoVereinsbank, ImmoBank direkt, Münchner Hypo, Postbank/BHW und die Victoria Versicherungen. Die HypoVereinsbank fordert in einem solchen Fall gar eine “Nichtabnahmeentschädigung” vom betroffenen (Nicht-)Darlehensnehmer.
Rechtlich gesehen ist gegen die erneute Bonitätsprüfung und die eventuelle Kündigung des Kreditvertrages nichts einzuwenden, sagen die Experten. Da zwischen Vertragsabschluss und Auszahlung bis zu fünf Jahre liegen können hat sich die finanzielle Situation des Kunden möglicherweise deutlich verschlechtert (Arbeitslosigkeit, Krankheit…) und er wäre nicht mehr in der Lage, den Kredit ordnungsgemäß zu bedienen. Die Bank aber arbeitet mit dem Geld ihrer Sparer und ist verpflichtet, dieses zu schützen.
Zu raten bleibt also nur: Ein Kreditnehmer sollte kritisch überprüfen, ob er tatsächlich in der Lage ist, einen Kredit wie vereinbart zurück zu zahlen. Ist dem nicht so sollte er sich rechtzeitig an die Bank wenden und schauen, wie man dieses Problem lösen kann (niedrigere Raten, anderer Tilgungssatz) – und zwar bevor die Bank selbst aktiv wird.
Weitere Informationen:
www.focus.de/immobilien/…/forward-darlehen_aid_67895.html
Forward-Darlehen (Wikipedia)
Stiftung Warentest: Zinsversicherung
Schlagwörter:finanzierung
Günstige Kredite für private Anschaffungen
René, abgelegt unter
Allgemein Das Geld kommt zwar regelmäßig, aber die neue Küche, der Urlaub oder der 42″ – LCD-Fernseher kosten mehr, als man momentan flüssig hat? Dann schlägt die Stunde der Ratenkredite, die eigentlich Privat- oder Konsumentendarlehen heißen.
Im Unterschied zu einer Baufinanzierung zum Beispiel weißt ein Ratenkredit eine wesentlich kürzere Laufzeit und in der Regel auch eine deutlich geringere Darlehenssumme auf. Deshalb wird hier auch keine Absicherung in Form einer Grundschuldeintragung oder ähnlichem benötigt, sondern meist nur eine stille Gehaltsabtretung für den über der Pfändungsfreigrenze liegenden Teil des Einkommens vereinbart. Der Preis für die dadurch geringere Sicherheit sind höhere Kreditzinsen. Diese liegen – bonitätsabhängig – bei effektiv etwa 6% bis 12% pro Jahr. Die Kreditvergabe wird von der Vorlage von Bonitätsnachweisen (Gehaltsabrechnung) und einwandfreier SCHUFA-Auskunft abhängig gemacht.
Die klassischen Kreditgeber sind natürlich Banken und Sparkassen sowie die Direktbanken im Internet, deren Zinssätze meist etwas niedriger liegen als bei den Filialinstituten. Daneben widmen sich so genannte Kreditbanken der Vergabe von Privatdarlehen. Diese haben sich, wie der Name schon vermuten lässt, auf die Kreditvergabe spezialisiert und zeichnen sich durch relativ einfache und schnelle Beantragung und Genehmigung der Darlehen aus.
Kreditbanken werden auch im Händlergeschäft aktiv. Viele Unternehmen, die teure Artikel wie Autos, Möbel oder Unterhaltungselektronik anbieten, arbeiten mit einer Kreditbank zusammen, um die Produkte gleich zusammen mit einem Darlehen verkaufen zu können. Das Ziel dabei natürlich: Höherer Absatz, da der Kunde nicht mehr sofort bar bezahlen muss. Die Konditionen dieser Händlerdarlehen sind oftmals äußerst günstig – an vielen Stellen lockt sogar die 0%-Finanzierung. Bedingung ist dabei allerdings in der Regel, dass der Kredit innerhalb von 12 Monaten getilgt werden muss. Bei einer Festanstellung des Kunden ist das Ausfallrisiko für die Bank in diesem Fall jedoch minimal und so werden die gesparten Risikokosten an den Kunden weitergegeben. Einen Vorteil von dieser Form der Kreditvergabe hat auch die Bank – sie kann nämlich versuchen, dem Kunden auch noch andere ihrer Produkte schmackhaft zu machen. Allerdings gilt hier genaus so wie beim “klassischen” Kredit: Ohne Bonitätsnachweis und SCHUFA geht nichts.
Festzuhalten bleibt somit: Es ist durchaus lohnend, bei größeren Anschaffungen nach einem Händler zu suchen, der eine günstige Finanzierung, im besten Fall zu 0%, anbietet. Rechnet man die Zinsen, welche man bei seiner Hausbank zahlen müsste, gegen, so ist oftmals sogar ein etwas höherer Anschaffungspreis als bei einem anderen Anbieter ohne Finanzierungsangebot gerechtfertigt.
Schlagwörter:finanzierung
Private Kreditvermittlung: “Peer-to-Peer – Kredite” und die rechtliche Seite
René, abgelegt unter
Aktuelles “Peer-to-Peer” – Kredit, so lautet der englische Fachausdruck für eine neue Form des Kreditgeschäfts, welche auch in Deutschland vermehrt Bekanntheit erlangt. Im Prinzip handelt es sich hier um den privaten Geldverleih: Privatleute leihen anderen Privatleuten Geld. Gegen entsprechende Verzinsung, versteht sich. In den Zeiten des Web 2.0 drängt dieses Thema natürlich auch ins Internet und manifestiert sich hier in so genannten “Social Lending”-Plattformen wie Prosper oder der deutschen Seite smava. Hier werden Kreditnehmer und Kreditgeber zusammengebracht, ähnlich wie bei eBay Käufer und Verkäufer.
Die Idee hinter dem Konzept bzw. der Vorteil, den die Teilnehmer hier haben, beschreibt smava so:
“Der Kreditmarktplatz ermöglicht es Anlegern und Kreditnehmern, sich die bei Bankgeschäften übliche Spanne zwischen Einlagen- und Kreditzins zu teilen. Davon profitieren sowohl der Anleger als auch der Kreditnehmer.”
Interessant ist in diesem Zusammenhang die Frage, auf welcher rechtlichen Grundlage diese Kreditgeschäfte basieren. Kann ich – als Privatmann – tatsächlich einfach so jedem Geld leihen und dafür Zinsen kassieren? Schließlich sind Bankgeschäfte eigentlich erlaubnispflichtig! Und wie sind Plattformen wie smava hier involviert?
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat sich dieses Themas in der Ausgabe 05/07 ihres regelmäßig erscheinenden BaFinJournals (steht hier zum Download zur Verfügung) gewidmet. Kernaussagen:
Die Vermittlungsplattformen stehen grundsätzlich erst einmal nicht unter der Aufsicht der BaFin:
“Kreditvermittlungsplattformen stehen demnach für sich genommen grundsätzlich nicht unter der Aufsicht der BaFin. Die BaFin prüft jedoch im Einzelfall, ob die Betreiber oder die Nutzer der Kreditvermittlungsplattform mit ihrem Engagement eine bankaufsichtsrechtliche Erlaubnispflicht begründen.”
Allerdings:
“Abhängig von der konkreten vertraglichen Ausgestaltung des einzelnen Geschäftsvorhabens können sowohl die Nutzer der Kreditvermittlungs-Plattform als auch die Betreiber der Plattform selbst erlaubnispflichtige Bankgeschäfte betreiben.”
Und:
“Nach § 32 Abs. 1 Satz 1 KWG ist für diese Geschäfte eine Erlaubnis der BaFin erforderlich, wenn sie gewerbsmäßig oder in einem Umfang betrieben werden, der einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert.
[...]
Auf den Umfang der Geschäfte kommt es nicht an, wenn die Geschäfte gewerbsmäßig betrieben werden sollen. Dies ist der Fall, wenn der Geschäftsbetrieb auf eine gewisse Dauer angelegt ist und der Betreiber ihn mit der Gewinnerzielungsabsicht verfolgt. Hiervon ist bereits beim Abschluss eines einzelnen Geschäfts auszugehen, wenn die Absicht der – auch nur unregelmäßigen – Wiederholung besteht.”
Konkret heißt das: Auch, wenn jemand nur ein einziges mal einen Kredit über eine “Social Lending” – Plattform anbietet, läuft er durchaus Gefahr, dass dies von der BaFin als rechtswidrige, gewerbliche Kreditvergabe ohne Erlaubnis angesehen wird. Der intensiven rechtlichen Prüfung musste sich diese neue Art von Kreditgeschäft in Deutschland zumindest bis jetzt nicht stellen – die weitere Entwicklung bleibt also abzuwarten.
Weitere Informationen:
Stiftung Warentest: Private Kredite – Smava Sicherheit
Exciting Commerce: Studie: Internet Based Social Lending
[via Kriegs-Recht]
Schlagwörter:finanzierung, geldanlage



